18.10.2021

Rücken- Die Lendenwirbelsäule

Fast jeder hat im Laufe seines Lebens irgendwann mit Schmerzen im unteren Rücken zu tun. In den meisten Fällen sind sie harmlos, treten plötzlich auf und verschwinden innerhalb einiger Tage oder Wochen wieder. Allerdings kommt es auch immer häufiger zu lang anhaltenden oder...

Aufgabe der Lendenwirbelsäule
Die Lendenwirbelsäule (LWS) besteht aus 5 Wirbelkörpern. Sie sind kräftiger gebaut als die Wirbel der übrigen Wirbelsäule, da sie den gesamten Rumpf und den Kopf tragen müssen. Die LWS beginnt direkt unter der BWS und endet am Steißbein. Durch den aufrechten Gang des Menschen lastet das Körpergewicht auf diesem Teil der Wirbelsäule besonders stark.  

Ursachen für Schmerzen in der LWS 
Ein zusammenfassender Begriff für Schmerzen in der LWS ist das LWS-Syndrom.
In den meisten Fällen wird ein akuter Schmerz in der LWS durch alltägliche Belastungen im Alltag oder beim Sport ausgelöst. Dabei zählen Fehl- und Überbelastungen zu den häufigsten Ursachen eines LWS-Syndroms. Häufig sind demnach Personen betroffen, die in ihrem beruflichen Alltag zum Beispiel viel sitzen, einseitige Belastungen oder schwere körperliche Arbeit durchführen. 
Verantwortlich für einen sogenannten "Hexenschuss"  ist nur sehr selten ein Bandscheibenvorfall. Hauptsächlich werden die Schmerzen durch eine Blockade eines Wirbelgelenks oder durch Verspannungen/Verkrampfungen der Rückenmuskulatur verursacht. 

Häufige Beschwerden
Das LWS-Syndrom äußert sich insbesondere durch Symptome wie plötzlich auftretende, stechende oder dumpfe Schmerzen im Bereich der LWS. Dieser Schmerz kann bis hin zum Steißbein oder sogar darüber hinaus bis in die Beine ausstrahlen. Zusätzlich können Husten, Niesen oder Pressen die Schmerzen verschlimmern. 

Behandlung von LWS-Schmerzen
In den meisten Fällen wird das LWS-Syndrom (auch ein Bandscheibenvorfall) konservativ, d.h. ohne operativen Eingriff, behandelt. Insbesondere ist es wichtig sich weiterhin moderat zu bewegen, wobei die Art und Dosierung der Übungen individuell angepasst werden sollten. Durch Entspannungstechniken und einer Entlastung der LWS durch Einnehmen einer Stufenlagerung, d.h. in Rückenlage die Beine angewinkelt auf einer Erhöhung (z.B. Couch, Pezziball) ablegen, unterstützen die Schmerzlinderung. Des Weiteren helfen manuelle oder physikalische Therapien, um die Schmerzen zu reduzieren. Bei stark ausgeprägten Schmerzen können schmerzstillende oder lokal betäubende Medikamente indiziert sein.

Mobilisation der LWS
1.) Beckenmobilisation symmetrisch: Rückenlage, Füße aufgestellt, Becken nach vorne (Hohlkreuz) und nach hinten (LWS hat Kontakt zum Boden) kippen. 
2.) Beckenmobilisation asymmetrisch: Rückenlage, Beine gestreckt hinlegen, Hände auf die Hüftknochen legen, das Becken in entgegengesetzte Richtungen verschieben (d.h. linke Seite de Beckens nach unten und die rechte Beckenseite nach oben bewegen und umgekehrt).
3.) Hüftrollen: Rückenlage, Füße aufgestellt, Knie zusammenhalten und die Knie nach rechts und links kippen lassen (locker und kontrolliert ohne Anstrengung ausführen)

Jede Übung 2-3 Durchgänge mit 10-20 Wiederholungen durchführen

Erstellt von Wencke Kern
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